FAQ - Fragen und Antworten
Fragen zur Douglasie
1. Welche Farbe hat das Kernholz der Douglasie?
Je nach Topographie und geologischem Untergrund des Standortes und Größe des Standraumes rosé / rötlich bis rotbraun.
2. Ist die Douglasie heimisch?
Nein. Obwohl insgesamt nur wenige Funde vorliegen, weisen mehrere Indizien darauf hin, dass in der voreiszeitlichen Zeit ein oder mehrere Vertreter der Gattung „Pseudotsuga“ auch in Europa vorkamen. Für diese fossilen Reste europäischer Pseudotsuga Arten lassen sich jedoch bei den heutigen Vertretern der Gattung keinerlei vergleichbare Gegenstücke finden. Demnach dürften die europäischen Pseudotsuga Arten zwischenzeitlich ausgestorben sein. Dies bedeutet, dass es sich beim heutigen Anbau der Douglasie (Pseudotsuga menziesii) in Europa um einen "echten" Fremdländer Anbau handelt und nicht etwa um die Wiedereinführung einer Art in ein Gebiet, in dem sie früher einmal heimisch war. Der Douglasien-Anbau ist also vom Aspekt des Fremdländer-Anbaus ähnlich zu werten, wie beispielsweise der Anbau der amerikanischen Roteiche (Quercus rubra). Diese Eichenart ist ja auch ein echter Fremdländer, obwohl andere Vertreter der Gattung Quercus, wie die Stiel-(Quercus robur) oder Traubeneiche (Quercus petraea), natürlich bei uns vorkommen (Quelle: KOHNLE 2002).
3. Wo ist die Heimat der Douglasie?
Die Douglasie ist im nordamerikanischen Nordwesten beheimatet. Das natürliche Verbreitungsgebiet der Douglasie erstreckt sich vom Süden Britisch Kolumbiens/Kanada bis in den Norden Mexikos; die Ost-West Ausdehnung reicht vom Pazifik bis zu den Rocky Mountains (KOHNLE 2002).
4. Ist die Douglasie witterungs- bzw. pilzresistent/dauerhaft?
Ja, da die Kernstoffe in die Zellwände eingelagert werden, ist das Kernholz sehr dauerhaft. Douglasienholz entspricht der Dauerhaftigkeitsklasse 3-4.
5. Eignet sich die Douglasie für den Außenbereich?
Ja hervorragend, da das Kernholz aufgrund seiner Dauerhaftigkeit starken Widerstand gegen Pilze und Holzzerstörende Organismen leistet.
6. Eignet sich die Douglasie für den Innenbereich?
Ja, das Holz schwindet maßvoll und hat gute Festigkeits- und Elastizitätseigenschaften.
7. Treten bei der Douglasie auch Harzgallen auf?
Ja, aber weit weniger Harzkanäle als Lärche, Kiefer oder Fichte (Tanne besitz keine Harzkanäle im Holzkörper).
8. Ist die Douglasie ein Weichholz?
Ja, aber im Vergleich zu den anderen Nadelhölzern ist das Holz relativ hart. Je größer der Spätholzanteil (der dunklere Teil des Jahrringes), desto härter ist das Holz.
9. Eignet sich die Douglasie als Möbelholz?
Ja. Die technischen Eigenschaften und gute Verarbeitbarkeit der Douglasie machen es zu einem, bisher zwar noch nicht sehr gebräuchlichem, doch sehr wertvollen Möbelholz.
10. Warum ist die Borke/Rinde der Douglasie so dick?
Endgültig noch zu klären ist, inwiefern möglicherweise Anpassungen an herkunftsgebietsspezifische Feuerregimes für die Ausprägung der Rindenstärke bei der Baumart Douglasie mitverantwortlich sind, zumal die Bedeutung von Waldbränden für die Verjüngung der Douglasie im nordamerikanischen Herkunftsgebiet offenkundig ist. Überdies scheint es sicher zu sein, dass es eine enge Beziehung zwischen Rindenstärke und Feuerresistenz gibt (McCONNON und KNOWLES, 2003).
11. Wie groß kann eine Douglasie in Deutschland/Europa werden?
In der Regel werden Douglasien im Bestand um 40 bis 50m, können bei unserem Klima allerdings auch eine Höhe von 60m erreichen. Der höchste Baum Deutschlands ist eine 62,45m hohe Douglasie (Stand: 2006).
12. Werden Fichten/Tannen auch so groß?
Nein. Im Bestand werden Tannen um die 40m, Fichten um 35m hoch, mit seltenen Spitzenhöhen von 60 bzw. 50m.
13. Wie groß kann eine Douglasie in ihrer Heimat werden?
In ihrer Heimat kann die Douglasie doppelt so groß wie in Zentraleuropa werden, was bedeutet dass sie Höhen von 100 bis 120m leistet. Dabei erreicht sie einen Durchmesser bis zu 4m am Stammfuß mit bis zu 240 m³ Holz je Baum. Dies entspricht 8 Ladungen eines Holz-LKW's.



